Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine – direkt aus dem Ressort Internationales.
Jet-Drohnen terrorisieren Kyjiw vor erstem Schultag + Putins Satelliten scheitern auf dem Weg ins All + Ihre Fragen vor meiner nächsten Ukraine-Reise
Liebe Leserinnen und Leser,
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16 haben die russischen Luftangriffe nicht überlebt. 12 davon kamen aus der Hauptstadtregion. Vier davon aus Boryspil, einer Vorstadt von Kyjiw.
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Zhenja, ein 29-jähriger Mann, der vor 11 Tagen von einer russischen Rakete getötet wurde, sagte seiner Mutter immer: „Das ist wie Roulette.“ So erzählte es die Mutter meiner Kollegin Valeriia. All diese Dilemmata, die Trauer, die Ausweglosigkeit sind die menschlichen Folgen der russischen Luftkriegsstrategie. (Mein Kollege Tobias Mayer und ich haben sie jüngst analysiert, aber mit Fokus auf Technik .)
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Neu an Russlands Taktik ist der Terror durch Drohnen mit Jetantrieb. Sie sind besonders schnell und schwer abzufangen. In den vergangenen fünf Tagen starteten die russischen Streitkräfte eine Jet-Drohne nach der anderen, teils mit nur einer Stunde Abstand. Nahezu durchgehend heulten in Kyjiw die Luftsirenen, wie Korrespondenten von vor Ort berichten.
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Das Perfide: Nach diesen fünf Tagen Dauerstress in Kyjiw startete heute die Schule.
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Die 5 wichtigsten Nachrichten des Tages
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Am ersten Schultag im Luftschutzbunker. (Bild: dpa)
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Russische Truppen sollen bis auf sechs Kilometer an Druschkiwka herangerückt sein. Russische Truppen befinden sich offenbar etwa sechs bis zehn Kilometer von ukrainischen Stellungen bei Druschkiwka in der Region Donezk entfernt und versuchen, weiter vorzurücken. Das sagte ein ukrainischer Soldat mit dem Rufnamen „Lysyj“ in einer Reportage des staatlichen ukrainischen Fernsehsenders „Freiheit“. Druschkiwka ist aufgrund seiner Lage auf dem Weg nach Kramatorsk von besonderer Bedeutung. |
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Offenbar Druck auf Spanien und Griechenland für Patriot-Abgabe an Ukraine. Die Nato und die Europäische Union erhöhen offenbar den Druck auf Spanien und Griechenland, einen Teil ihrer Bestände an Abfangraketen für das Patriot-Luftabwehrsystem an die Ukraine abzugeben, berichtet Bloomberg. Entsprechende Anfragen an Madrid und Athen wurden demnach bereits im Sommer gestellt. Das Thema soll auch bei den Treffen der EU-Verteidigungs- und Außenminister in Irland beraten werden. Meine Kollegin und Spanien-Expertin Laura Dahmer hat sich genauer angesehen, wie viel Spanien tatsächlich für die Ukraine tut . |
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Europäer kritisieren russische G‑20‑Teilnahme. Finanzminister aus Europa haben mit Unmut auf die Teilnahme Russlands am G20-Finanztreffen in den USA reagiert. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte in Asheville (US-Bundesstaat North Carolina), es dürfe keine Normalisierung der Beziehungen zu Moskau geben, solange der Krieg gegen die Ukraine andauere. Nach Angaben des russischen Finanzministeriums führte der russische Ressortchef Anton Siluanow am Rande des Treffens zudem bilaterale Gespräche mit US-Finanzminister Scott Bessent. |
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Russland greift Region Odesa massiv mit Raketen und Drohnen an. Russland hat die südukrainische Region Odesa mit verschiedenen Raketentypen und Drohnen angegriffen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Nach Angaben der regionalen Behörden wurden Wohngebäude sowie Energie-, Hafen- und Grenzinfrastruktur beschädigt. In zwei Wohnhäusern und einer Textilfabrik habe es gebrannt. Mindestens ein Mensch sei verletzt worden. |
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Russlands Industrie schrumpft offenbar erstmals seit drei Monaten. Die russische Industrie ist im August erstmals seit drei Monaten geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf 48,8 von 50,7 Punkten im Juli, wie der Finanzdienstleister S&P Global mitteilt. Damit lag das Barometer unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Gründe seien eine sinkende Produktion und ein Auftragsminus wegen schwacher Kundennachfrage. Das Neugeschäft mit Kunden aus dem Ausland ging den zehnten Monat in Folge zurück. Zudem nahm der Preisdruck zu. |
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„Das ist ein heikles Thema.“
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Das sagte mir Drohnenkommandeur Robert Browdi im Interview. Er steht den ukrainischen Drohnenteilstreitkräften vor und koordiniert die Angriffe auf das russische Hinterland. Ich habe ihn gefragt, ob seine Einheiten die ukrainische Flugabwehr nicht unterstützen könnten. Nicht auf klassische Art und Weise. Sondern, indem sie die Einheiten in Russland angreifen, die ballistische Raketen auf die Ukraine abfeuern. Ein solcher Gegenangriff soll der Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj Ende August gelungen sein.
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Satelliten-Internet hilft der russischen Armee beim Angriff auf die Ukraine. Seit der Zugang zum US-Dienst Starlink gesperrt wurde, versucht sich Russland an einer eigenen Alternative – bislang ohne großen Erfolg.
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Russlands Präsident soll extra Zeit für CIA-Direktor Ratcliffe eingeplant haben. Als er aber erfuhr, worüber der US-Amerikaner sprechen wollte, sagte Putin das Treffen einem Bericht zufolge ab.
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Ich verabschiede mich mit einer Frage: Bald fahre ich wieder in die Ukraine (aus Sicherheitsgründen sage ich noch nicht, wohin die Reise genau geht). Aber sollten Sie bestimmte Fragen haben oder Eindrücke von vor Ort interessieren, dann lassen Sie es mich gern wissen!
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Wenn Sie mögen, lesen wir uns am Donnerstag aber noch einmal! Bis bald.
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