Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine – direkt aus dem Ressort Internationales.
+ Selenskyj schlägt Chmara als Verteidigungsminister vor + Ukraine greift Moskau mit über 600 Drohnen an + Antikriegspartei in Russland darf nicht an Wahlen teilnehmen +
Liebe Leserinnen und Leser,
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Doch Präsident Wolodymyr Selenskyj hat heute den Interimsminister und ehemaligen Geheimdienstchef Yevhen Chmara nominiert. Das war zu erwarten. Denn Selenskyj äußerte sich nicht zu den Protesten. Fedorow gab zwar Interviews, bedacht darauf, den Präsidenten nicht zu hart anzugehen. Aber nach Versöhnung sah das nicht aus.
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Morgen stimmt das Parlament über Selenskyjs Vorschlag, Chmara zum Verteidigungsminister zu ernennen, ab. Offen bleibt, wie Fedorows Zukunft aussieht. In einem seiner Interviews der vergangenen Wochen kündigte er an, seine Pläne nach der Parlamentsabstimmung zu verkünden.
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Die 5 wichtigsten Nachrichten des Tages
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Ukraine greift Moskau mit über 600 Drohnen an. Die russische Millionenmetropole Moskau und die umliegende Hauptstadtregion sind in der Nacht zum Ziel einer Angriffswelle mit ukrainischen Drohnen geworden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass handelte es sich um die heftigste derartige Attacke seit zwei Jahren. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte demnach mit, von Montagabend bis Dienstagmorgen seien 620 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion geflogen. |
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Zehn Tote bei russischem Raketenangriff in Region Charkiw. Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Dorf in der nordostukrainischen Region Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge zehn Menschen getötet worden. Acht weitere Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. |
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IAEA meldet einen Toten bei Drohnenexplosion nahe AKW Saporischschja. Bei der Explosion einer Drohne an einer Bushaltestelle für Mitarbeiter des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ist ein Mensch getötet worden. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. |
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Russland liefert offenbar Drohnenkomponenten, Sprengstoff und Munition an Iran. Russland liefert über das Kaspische Meer Drohnenkomponenten, Munition und TNT an den Iran. Das berichtet der US-Sender NBC News unter Berufung auf ein offizielles Regierungsdokument eines europäischen Staates. Moskau wolle Teheran so helfen, Bestände wieder aufzufüllen, die bei Luftangriffen der USA und Israels beschädigt worden waren. |
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Kanye West plant Shows in Russland und „träumt“ von Treffen mit Putin. Der umstrittene US-Rapper Ye, auch bekannt als Kanye West, hat mitten in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zwei Shows für Oktober in St. Petersburg angekündigt. Möglich sei auch ein Treffen des Musikers mit Kremlchef Wladimir Putin, wenn es in den Terminkalender des Präsidenten passe, sagte die Parlamentsabgeordnete Swetlana Schurowa. |
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Nikolai Rybakow, Vorsitzender der Partei Jabloko, im Obersten Gericht Russlands. (Bild: AP/dpa)
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„Niemand kann mehr behaupten, dass in Russland alle das unterstützen, was geschieht.“
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Das sagte mir der Vorsitzende der russischen Jabloko-Partei, Nikolaj Rybakow, vergangene Woche im Interview. Erst gestern bestätigte der Oberste Gerichtshof sein eigenes Urteil, dass die Antikriegspartei nicht an den Parlamentswahlen im Herbst teilnehmen darf.
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Wie viele Russen die Partei wählen würden, wissen wir also nicht. Und selbst, wenn sie zur Wahl stehen würde, wäre das Ergebnis manipuliert. Ob es da überhaupt Sinn macht, parteipolitisch in Russland aktiv zu sein? Das habe ich Rybakow gefragt. Seine Antwort lesen Sie hier. 
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An der Front sterben mehr Russen, als der Staat momentan rekrutiert. Eine neue Mobilmachung wäre aber politisch heikel. So versucht der Kreml, das Dilemma zu lösen.
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Um mehr Deserteure zu erwischen, markiert Russland seine Kämpfer nun wohl mit Nummern-Tattoos. In den sozialen Medien kursieren Videos, in denen die Männer von dem Prozedere berichten.
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In Russland wachsen die Befürchtungen, die Regierung könne Einlagen verstaatlichen. Einer Wirtschaftsexpertin zufolge haben die Menschen „kein Vertrauen mehr in das russische Finanzsystem“.
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Wir lesen uns am Donnerstag wieder, wenn Sie mögen.
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