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+ Der Mann, der Kyjiws Drohnenangriffe auf Russland koordiniert: Robert Browdi über die Zukunft des Kriegs + USA, Ukraine und Europa legen Friedenspapier vor + Oppositionspolitiker Nadeschdin über Schwächen im System Putin +

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Er koordiniert die Drohnenangriffe auf Russland: Robert Browdi über Wildberries und die Zukunft des Kriegs + USA, Ukraine und Europa legen Friedenspapier vor + Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin über Schwächen im System Putin +

Liebe Leserinnen und Leser,

bitte seien Sie ganz ehrlich: Bleiben Sie bei Nachrichten wie „Ukrainischer Drohnenangriff setzt Ölraffinerie in russischer Region Krasnodar in Brand“ noch hängen? Ich muss zugeben: Ich habe mich bereits daran gewöhnt.

Doch nachdem ich vor Kurzem mit Robert Browdi sprach, habe ich plötzlich ein Gesicht vor Augen, wenn ich solche Schlagzeilen lese. Browdi ist Kommandeur der ukrainischen Drohnenteilstreitkräfte (der ersten der Welt) und der wohl in Russland gefürchtetste Kommandeur der ukrainischen Armee.

Seine Einheiten fliegen Angriffe auf Tanklaster auf der Krim, sie greifen Ölraffinerien in Moskau an und lassen ein Lager des Online-Händlers „Wildberries“ nach dem anderen in die Luft gehen. Wenn von Benzinknappheit in Russland die Rede ist, sind unter anderem Browdis Piloten daran beteiligt.

Das Interview mit Browdi fand über Videocall statt. Die einzige Bedingung: Ich durfte nur den Ton und nicht das Bild aufnehmen. Sein Aufenthaltsort ist streng geheim. Würde auch nur der kleinste Hinweis darauf in die Welt gelangen, wäre er ein Top-Angriffsziel für Putins Armee.

Browdi erklärte mir die große Strategie hinter den Angriffen. Wie er und seine Einheiten die russische Flugabwehr ausschalten mussten, um die Drohnen überhaupt nach Russland manövrieren zu können. Und wie sie Russlands Kriegswirtschaft treffen wollen, um ein Kräftegleichgewicht herzustellen.

Aber kann die Ukraine Russland durch die Drohnenangriffe dazu bringen, den Krieg beenden zu wollen? Was Browdi und unabhängige Experten dazu sagen, von meinem Kollegen Tobias Mayer und mir.

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Die 5 wichtigsten Nachrichten des Tages

Praesident Wolodymyr Selenskyj.
Die Ukraine feiert ihren 35. Unabhaengigkeitstag am 24.08.2026 in Kiew,
President Takes Part in Events on Ukraine's Independence Day
©Press Service Of The President Of Ukraine  via SVEN SIMON  Fotoagentur GmbH & Co. Pressefoto KG # Seidlhofstr.10 # 85540 Haar  # GLS Bank  IBAN DE75 4306 0967 4030 0251 00 # BIC GENODEM1GLS # www.svensimon.net

Die Ukraine feierte am gestrigen Montag ihren 35. Unabhängigkeitstag. (via Sven Simon Fotoagentur)

Friedenspapier der USA, Europas und der Ukraine sieht Freihandelszone im Donbas vor. Die Ukraine habe gemeinsam mit Vertretern der USA und Europas ein nur eine Seite umfassendes Thesenpapier ausgearbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag. Kernpunkte des Dokuments seien ein Waffenstillstand sowie ein US-Vorschlag für eine Freihandelszone im ostukrainischen Donbass, die von einer dritten Seite verwaltet werden solle.
Russischer Armeetreibstoff landet offenbar auf dem Schwarzmarkt. Russische Kommandeure sollen systematisch Militärtreibstoff verkaufen, teilt die Partisanenbewegung „Atesch“ unter Berufung auf Quellen in der russischen 70. motorisierten Schützendivision mit. Demnach wird Armeetreibstoff an Einwohner von Donezk, Luhansk und Rostow am Don verkauft – für 300 Rubel pro Liter und mehr, umgerechnet etwa drei Euro. Die mutmaßlichen Verkäufe finden vor dem Hintergrund eines seit mehreren Monaten bestehenden Benzinmangels statt. Dadurch fehlen den Soldaten gepanzerte Fahrzeuge, und die Evakuierung von Verwundeten mit Fahrzeugen werde unmöglich.
Vatikan-Vertreter fordert bei Treffen mit Lawrow Kriegsende. Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. „Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden“, sagte Gallagher, während er neben Lawrow stand. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt. Der Heilige Stuhl verfolge das mit tiefer Besorgnis und bestehe auf die Einhaltung des Völkerrechts.
Ukraine erhält offenbar geringe Zahl von Patriot-Abwehrraketen. Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Selenskyj eine geringe Anzahl von US-Patriot-Abwehrraketen erhalten. Die Raketen seien in der Lage, russische ballistische Flugkörper abzufangen, sagt Selenskyj dem Sender Suspilne zufolge. Zudem gibt es eine Bestätigung für künftige Lieferungen des französischen Flugabwehrsystems Crotale. Zur genauen Anzahl oder den Geberländern der Patriot-Raketen macht Selenskyj keine Angaben. Zugleich bemüht sich Außenminister Johann Wadephul (CDU) darum, weitere Patriots aus Partnerländern zu organisieren. Doch er räumte im Interview mit „t-online“ ein: „Die nüchterne Bilanz lautet: Wir haben noch keine Zusagen.“
Elf Verletzte nach russischen Luftangriffen auf Kramatorsk. Russland hat Kramatorsk in der Region Donezk Behördenangaben zufolge am Morgen acht Mal aus der Luft angegriffen. Mindestens elf Menschen seien verletzt worden, darunter ein zwei Monate altes Kind, teilte der Leiter der Militärverwaltung von Kramatorsk, Oleksandr Hontscharenko, mit. Nach seinen Angaben setzte Russland bei den Angriffen Fliegerbomben ein. In der Stadt seien zahlreiche Mehrfamilienhäuser sowie ein Infrastrukturobjekt beschädigt worden.

Mehr aktuelle Nachrichten zum Kriegsgeschehen .

Zitat des Tages

Browdis Drohnen kommen da runter, wo Boris Nadeschdin seinen Wahlkreis hat. Oder besser: hatte? Der russische Oppositionspolitiker aus der Region Moskau musste Russland vergangenen Monat verlassen. Ihm drohte eine Haftstrafe wegen „Extremismus“. Doch der wahre Grund ist wohl, dass er ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordert. Nadeschdin sagt, die ukrainischen Drohnenangriffe bringen Putins System ins Wanken, denn:

„Putins Beliebtheitsformel ‚Wirtschaftswachstum, Sicherheit und Patriotismus‘ funktioniert nicht mehr.“

Was Nadeschdin unter einem Frieden versteht (und warum das vielen nicht gefällt), wie es um seine Sicherheit steht und wie ein Machtwechsel in Russland möglich wäre,

Hintergrund und Analyse

20.08.2026, Russland, Moskau: Der russische Präsident Wladimir Putin (zweiter von rechts) steht am Donnerstag, dem 20. August 2026, in Moskau vor den Reliquien des heiligen Großfürsten Dmitri Donskoi, die bei Restaurierungsarbeiten in der Erzengelkathedrale des Kremls entdeckt wurden. Foto: Vyacheslav Prokofiev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
In Moskau wurden Überbleibsel eines heiligen Nationalhelden gefunden. Sie sollen für die Truppenmoral zu den Frontsoldaten geschickt werden. Ein toter Putin würde aber mehr helfen, meint der ukrainische Außenminister.
In this pool photograph distributed by the Russian state agency Sputnik, Russian President Vladimir Putin gives an interview to Vesti TV channel in Moscow on August 22, 2026. (Photo by Mikhail METZEL / POOL / AFP)
In der BBC äußert sich Andrei Fedorow zu den britisch-ukrainischen Beziehungen. Putin stehe unter „ernsthaftem“ Druck, „bestimmte Maßnahmen gegen Großbritannien zu ergreifen“.
May 27, 2024, Madrid, Spain: Ukrainian President Volodymyr Zelensky left and Spanish Prime Minister Pedro Sanchez right seen during a press conference at Moncloa Palace in Madrid. Both have signed a bilateral security agreement, which includes military supplies ranging from Patriot missiles to Leopard tanks, amounting to 1.129 billion euros. Madrid Spain - ZUMAs197 20240527_aaa_s197_112 Copyright: xMiguelxCandelax
In Kyjiw sterben immer mehr Menschen durch russische Raketen, die nicht mehr abgefangen werden können. Spanien, heißt es, habe etliche Patriot-Raketen gelagert, die der Ukraine helfen könnten – aber liefere sie nicht.

Wir lesen uns, wenn Sie mögen, am Donnerstag wieder.

Machen Sie’s bis dahin gut!

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