Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine – direkt aus dem Ressort Internationales.
Radcliff in Moskau: Was hat das zu bedeuten? + Freiheitsorden für Musk – mit Hintergedanken + Russischer Offizier stirbt bei Autoexplosion +
Liebe Leserinnen und Leser,
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auch eine „routinemäßige Mission“ ist eine Mission. Auf einer solchen war laut US-Präsident Donald Trump der Chef des US-Geheimdienstes CIA in Moskau. John Ratcliffe landete Anfang der Woche in einem Militärflugzeug mit dem Kennzeichen RCH4555 am Flughafen Wnukowo.
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Sein Besuch dauerte achteinhalb Stunden. Schon bevor seine Reise offiziell bestätigt wurde, rätselte die Welt: In welcher Mission war Ratcliffe unterwegs?
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Zuletzt reiste ein CIA-Chef im Jahr 2021 nach Moskau. Um Putin von der Vollinvasion in die Ukraine abzuhalten. Mission failed, wie wir heute wissen.
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Geheimdienstexperten sagen, Ratcliffes Reise könnte wieder mit einer Warnung verbunden gewesen sein: womöglich vor einer Eskalation Russlands gegen die Nato – oder vor einer Mobilisierung im großen Stil nach den Dumawahlen. Vielleicht auch beides. Zum aktuellen Zeitpunkt bleibt das Spekulation.
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Doch Militärexperte Carlo Masala sagte meiner Kollegin Viktoria Bräuner im Interview: „Auffällig ist, was drei Tage vor Ratcliffes Besuch in der Luft über Kaliningrad zu beobachten war.“ Lesen Sie das ganze Interview hier. 
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Die 5 wichtigsten Nachrichten des Tages
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Eine Autobombe ging in St. Petersburg hoch. (Bild: Reuters)
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Russischer Offizier soll bei Autoexplosion in St. Petersburg gestorben sein. In St. Petersburg soll ein Oberstleutnant der russischen Armee bei einer Explosion in seinem Auto ums Leben gekommen sein, berichtet das unabhängige Nachrichtenportal „The Moscow Times“. Bei der Detonation am Donnerstagmorgen im Süden der Metropole soll auch die Ehefrau des Armeeangehörigen im Auto gesessen haben. Sie sei schwer verletzt worden. Ermittler bestätigten gegen Mittag auf Telegram, dass „ein Strafverfahren wegen eines Fahrzeugbrands (...) eingeleitet wurde“. |
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Russland greift Kyjiw am helllichten Tag mit Drohnen an. Die Truppen des Kremls haben Kyjiw am Donnerstag am helllichten Tag mit Drohnen angegriffen. In der ukrainischen Hauptstadt wurde nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen wurden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kyjiw reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein. |
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Ukraine stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht. Neue Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Vertretern unter Beteiligung der USA könnten nach Angaben aus Kyjiw womöglich im September stattfinden. Die Ukraine bemühe sich um eine Wiederbelebung der Verhandlungen, sagt der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow dem ukrainischen Nachrichtenportal „Novyny Live“. |
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Senator Blumenthal: Putin lässt gezielt US-Unternehmen in der Ukraine angreifen. Russland greift offenbar gezielt und absichtlich amerikanische Unternehmen in der Ukraine an. Das sagte der demokratische US-Senator Richard Blumenthal bei einer Pressekonferenz in Kyjiw, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty. Seinen Angaben zufolge wurde etwa die Hälfte der US-Unternehmen in der Ukraine bereits schwer von russischen Raketen- oder Drohnenangriffen getroffen. „Die Amerikaner sollten empört sein, dass Wladimir Putin gezielt und absichtlich amerikanische Unternehmen angreift“, sagte Blumenthal. |
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Frankreich prüft nach Drohnenfund in Leipzig Anschlagsrisiko. Die Regierung in Paris prüft nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle die Gefahr von Anschlägen auf wichtige Unternehmen und die Infrastruktur des Landes. Der Fund einer Sprengstoffdrohne in Leipzig sei ein Signal, dass man die Möglichkeit „direkterer, gewalttätigerer Aktionen“ auf französischem Territorium in Betracht ziehen müsse, sagte die Chefin des französischen Inlandsgeheimdienstes DGSI, Céline Berthon. Die Bedrohung betreffe vor allem die französische Verteidigungs- und Technologieindustrie, aber auch strategische Sektoren wie Energie und Kommunikation. |
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Am Montag sagten London und Paris der Ukraine weitere Unterstützung zu. In dem Rahmen ist die Weitergabe sensibler Raketentechnologie geplant. Moskau warnt vor einer neuen Eskalationsstufe.
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Staatliche Ehre für den rechtspopulistischen Tech-Milliardär Elon Musk: Die Ukraine verleiht ihm einen hohen Orden. Damit dürften Hoffnungen im Krieg gegen Russland verbunden sein.
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In Kyjiw gilt der kürzlich entlassene Minister als junger Reformer. Mychajlo Fedorow sieht sein Land vor einer entscheidenden Wende und zeichnet eine Vision, wie der Krieg gewonnen werden könne.
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Bis nächsten Dienstag. Kommen Sie gut in Richtung Wochenende!
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