Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine – direkt aus dem Ressort Internationales.
+ Wie schnell kann die Ukraine Patriot-Raketen bauen? + Wie der EU-Beitritt der Ukraine gelingt + Diese Ukrainer verbringen ihre Jugend im Schützengraben
Liebe Leserinnen und Leser,
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nur wenige Minuten, nachdem wir am Mittwoch unseren Newsletter verschickten, erlaubte US-Präsident Donald Trump der Ukraine beim Nato-Gipfel den Bau von Patriot-Raketen. Diese benötigt die Ukraine dringend, um ihre Städte vor russischer Ballistik zu schützen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Vorfeld mehrfach um Lieferungen gebeten.
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Dass Trump der Ukraine jetzt die eigene Produktion erlaubt, ist ganz, na ja, Trump eben. „Macht doch selbst, solange es die USA nichts kostet“, lautet sein Motto. Aber mit den Bildern der vergangenen Nächte aus Kyjiw im Kopf, fragte ich mich: Wie lange dauert es, bis die Ukraine das selbst schafft?
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Das habe ich jemanden gefragt, der das gut einschätzen kann: Serhii Gontscharow, er ist Vorsitzender des ukrainischen Rüstungsverbands „Naudi“. Die Organisation umfasst rund 100 Unternehmen, die den ukrainischen Staat mit Waffen beliefern.
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Hier ein Auszug aus seiner Antwort:
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„Die Erlaubnis von Trump ist eine gute Nachricht. Aber es wäre eine Illusion, zu glauben, dass die Ukraine zum Ende des Sommers selbstproduzierte Patriot-Raketen haben wird ...“
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„Die Technologie ist komplex. Die Ukraine muss dafür neue Produktionsstätten bauen und Technik kaufen. Solche Prozesse dauern normalerweise mehrere Jahre. Ukrainische Unternehmen und Ingenieure haben zwar mehrfach bewiesen, dass sie die Welt überraschen können. Aber wir müssen uns an Vorgaben der US-Partner halten und Schritt für Schritt vorgehen.“
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Die wichtigsten Nachrichten des Tages
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Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ Patriot.
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Grundsatzeinigung mit den USA über Produktion von Patriot-Raketen. Die Ukraine und die USA machen auf politischer Ebene den Weg für Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen frei. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sollen außerdem Lieferungen der PAC-3-Raketen in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem liefen Gespräche mit der Regierung in Washington über die gemeinsame Produktion von Drohnen, sagte der Präsident nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel in der Türkei. |
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Russland meldet Brände an Energieanlagen. Aus dem Süden Russlands werden mehrere Brände in Energieanlagen gemeldet. In Krasnodar sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer in der Ölraffinerie Ilski ausgebrochen, teilen die Behörden der Region mit. In der Region Rostow wiederum ist die Feuerwehr nach Angaben der dortigen Behörden dabei, Brände in zwei Treibstofflagern sowie im Seehafen von Taganrog zu löschen. |
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Wadephul kritisiert China nach Berichten über Militärkooperation mit Russland scharf. Nach Berichten über ein bisher nicht öffentlich bekanntes Ausmaß der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und China hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die Führung in Peking scharf kritisiert. „China muss wissen, dass das den absoluten Kernbereich europäischer Sicherheitsinteressen verletzt“, sagte Wadephul dem „Spiegel“ laut einer Vorabmeldung vom Donnerstag.
Zuvor hatte das Magazin über eine gemeinsame Recherche mit dem russischen Investigativmedium „The Insider“ und der französischen Zeitung „Le Monde“ berichtet. Dabei seien Dokumente ausgewertet worden, die „eine bislang unbekannte Tiefe und Qualität der militärischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern belegen“. |
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Oleksandra, Rufname „Iskra“: Sie leistet Erste Hilfe für Verwundete an der ukrainischen Front. Sie wollte schon als Kind Soldatin werden.
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„Solange der Krieg andauert, kann ich mir keine Zukunft vorstellen.“
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Das sagte die junge Soldatin Oleksandra, 20, meiner Kollegin Yulia Valova. Die hat mit besonders jungen Menschen in der ukrainischen Armee gesprochen, die alle nicht dienen müssten. Denn in der Ukraine gelten Männer erst ab 25 als wehrfähig. Frauen kämpfen, wenn, dann freiwillig.
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Die europäische Integration der Ukraine ist kein bloßes Versprechen mehr. Kyjiw muss jetzt Tausende Reformen im Eiltempo umsetzen. Aber auch Brüssel darf sich nicht zurücklehnen.
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US-Präsident Trump und der ukrainische Staatschef Selenskyj unterhielten sich beim Nato-Gipfel über den russischen Angriffskrieg. Dabei kam Trump gleich mehrmals durcheinander.
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Das Internationale Olympische Komitee macht sich für Russlands Sport-Comeback stark. Aber nicht nur aus der Ukraine schlägt dem Verband Kritik entgegen.
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Normalerweise würde hier stehen: Wir lesen uns am Montag, wenn Sie mögen.
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Heute schreibe ich: Bis Dienstag! Wir stellen den Newsletter-Takt um. Sie bekommen ab kommender Woche immer dienstags und donnerstags Post von mir.
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Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
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