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+ Russische Rakete über Polen abgestürzt? + Ukraine verliert F-16-Kampfjet im Einsatz + Wie die Benzinkrise Russen trifft +

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Marschflugkörper-Einschlag in Polen? + Ukrainischer Kampfjet F-16 abgestürzt + Wie die Benzinkrise Russen trifft +

Liebe Leserinnen und Leser,

im Gegensatz zu vielen Ukrainern habe ich ein Privileg: Wenn ich dorthin reise, kann ich das Land wieder verlassen, wann immer ich will. Sobald der Zug im polnischen Przemyśl einfährt, löst sich die Anspannung. „Jetzt bin ich unter sicherem Himmel“, denke ich mir dann oft.

Aber stimmt das noch länger? Gestern Nacht schlug ein Flugobjekt, das ersten Analysen der ukrainischen Seite zufolge ein russischer Kh-101-Marschflugkörper gewesen sein könnte, in Polen ein. Der Krater an der Einschlagstelle in der Region Lublin in Ostpolen soll etwa zehn Meter breit sein.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sagte, Polen sei bereit gewesen, das Flugobjekt abzufangen, wäre es weitergeflogen. So schlug es in unbewohntes Gebiet ein.

Die Kh-101-Marschflugkörper können Ziele in fast ganz Europa erreichen: Die Reichweite beträgt rund 4000 Kilometer. Was sie zudem schwerer erfassbar machen: Sie fliegen zwischen 30 und 70 Metern über dem Boden und stellen damit herkömmliche Radarsysteme vor Herausforderungen.

Die Ukraine hat gute Erfahrungswerte im Bekämpfen der Marschflugkörper: Im Juni lag die durchschnittliche Abfangrate laut dem „Luftkriegsmonitor“ bei 79 Prozent. Leicht höher also als im Vormonat (78 Prozent) – allerdings setzte Russland im Juni auch weniger Marschflugkörper ein als im Jahresdurchschnitt.

Die Kyjiwer Luftabwehr schneidet sogar noch besser ab: Marschflugkörper wurden in 95 bis 100 Prozent der Fälle abgefangen.

Weitere Entwicklungen zum Einschlag in Polen . Der Artikel wird von meinen Kolleg:innen im Newsroom aktuell gehalten.

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Die 5 wichtigsten Nachrichten des Tages

A firefighter extinguishes a fire at the Antykar market in Obolonskyi district, caused by an overnight Russian missile strike, Kyiv, Ukraine, July 30, 2026. Debris fell on the market near the Pochaina metro station, igniting trading pavilions. The blaze covered an area of about 100 square metres. Traders goods were destroyed, leaving only burnt-out metal structures at the site. Photo by Kyrylo Chubotin/Ukrinform Market in Kyiv catches fire due to overnight Russian attack PUBLICATIONxNOTxINxRUSxBLR Copyright: xKyryloxChubotinx

Der Antykar-Markt im Kyjiwer Stadtviertel Obolonskyj ist bei nächtlichen russischen Angriffen in Brand geraten. (Bild: Imago)

Ukraine meldet mindestens acht tote Zivilisten nach russischen Angriffen. Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden. Um die Flugabwehr zu überlasten, hätten die Angreifer Dutzende Raketen und Marschflugkörper sowie Hunderte Drohnen eingesetzt, berichteten ukrainische Medien am Morgen. In ersten Meldungen war die Rede von mindestens acht Toten und mehr als 30 Verletzten.
Ukrainischer Kampfjet F-16 abgestürzt – Pilot rettet sich. Die Ukraine hat einen der für sie wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 bei der Verteidigung des eigenen Luftraums verloren. Die Maschine sei abgestürzt, als sie feindliche Flugobjekte abfing, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. „Vorläufigen Informationen nach gab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten“, heißt es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden und Opfer.
Kyjiw meldet erfolgreiche Angriffe auf vier russische Tanker. Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vier russische Tanker im Schwarzen und im Asowschen Meer angegriffen. Die Tanker seien getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohnen-Einheiten, Robert Browdi, auf Telegram mit. In den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 205 Tanker getroffen worden – 130 im Asowschen und 75 im Schwarzen Meer.
Ukrainische Ermittler durchsuchen mehr als 100 Rekrutierungszentren. Das staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine hat in mehr als 100 lokalen Rekrutierungszentren Durchsuchungen durchgeführt. Die Ermittler überprüften mögliche Korruptionssysteme, durch die Beschäftigte Männern geholfen haben könnten, die Mobilisierung zu umgehen. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft mögliche Fälle rechtswidriger Gewalt und Misshandlung von Wehrpflichtigen.
Ukraine attackiert weitere Filiale des russischen Online-Händlers Wildberries. Der russische Online-Händler Wildberries teilt mit, in seinem Logistikzentrum in Sarapul in der russischen Oblast Udmurtien sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Beschäftigten seien zuvor in Sicherheit gebracht worden. Es gebe bislang keine Berichte über mögliche Opfer. Die Lieferungen würden über andere Einrichtungen umgeleitet. Udmurtien liegt weit im russischen Hinterland.

Mehr News zum Kriegsgeschehen .

Zitat der Woche

Oil refinery in Moscow hit by large-scale Ukrainian drone attack, mayor says MOSCOW, RUSSIA - JUNE 18: Black smoke billows from the area of Gazprom Nefts Moscow oil refinery, located on the southeastern outskirts of Moscow, on June 18, 2026, following what the Russian capitals mayor described as a large-scale drone attack by Ukraine. Moscow came under one of the largest Ukrainian drone attacks since the start of the war, with an oil refinery struck and around 200 drones intercepted on their approach to the Russian capital, Mayor Sergey Sobyanin said Thursday. Sefa Karacan / Anadolu Moscow Russia. Editorial use only. Please get in touch for any other usage. PUBLICATIONxNOTxINxTURxUSAxCANxUKxJPNxITAxFRAxAUSxESPxBELxKORxRSAxHKGxNZL Copyright: x2026xAnadoluxSefaxKaracanx

Brennende Ölraffinierie in Moskau. (Bild: Imago)

„Selbst in der Sowjetunion stand man selten so lange an.“

Das sagte Oleg, 42, aus dem russischen Nowosibirsk meinem Kollegen Andrey Shashkov. Der hat Menschen in Russland gefragt, wie sich die Benzinkrise auf ihr Leben auswirkt.

Der Hintergrund: Die Ukraine nennt ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien ja vielsagend „Langstrecken-Sanktionen“. Die Treibstoffknappheit soll Russland unter Druck setzen, sich auf Verhandlungen einzulassen. Auch, weil „ganz normale Russen“ den Krieg nicht mehr ignorieren können.

Wie stark er dort wirklich spürbar ist, .

Hintergrund und Analyse

Polish Prime Minister Donald Tusk, Interior Minister Marcin Kierwinski, Defence Minister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz speak to the media at the site where an unidentified flying object, believed to be a Russian missile, as Tusk said on Thursday, fell after violating Polish airspace in a field near the village of Tarnawa Kolonia, near Lublin, Poland, July 30, 2026. Jakub Orzechowski/Agencja Wyborcza.pl/via REUTERS   ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. POLAND OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN POLAND.
Polen meldet ein nicht identifiziertes Objekt und entdeckt einen Krater auf Ackerland. Die Ukraine macht Russland verantwortlich. Der polnische Militärchef spricht mit dem Nato-Oberbefehlshaber.
ARCHIV - 19.04.2026, Russland, Moskau: Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und Chef der Partei "Einiges Russland", Dmitri Medwedew, hält seine Rede auf dem Allrussischen Forum "Kleine Heimat - Russlands Stärke" im Nationalen Zentrum "Russland" in Moskau. (zu dpa: «Moskau: 200.000 Freiwillige für Krieg - «Keine Mobilmachung»») Foto: Ekaterina Shtukina/Pool Sputnik/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Steht Russland eine weitere Mobilmachung bevor? Der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates dementiert das. Ob er die russischen Bürger so beruhigen kann, ist fraglich.
FILE PHOTO: Thick plumes of smoke with flames rise from an oil refinery following a Ukrainian drone attack in the course of Russia-Ukraine conflict, in Moscow, Russia, June 18, 2026, in this picture obtained from social media. SOCIAL MEDIA/via REUTERS  THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY./File Photo
Ziel Kyjiws ist es laut „Financial Times“, Raffinerien Russlands länger außer Betrieb zu setzen. Außerdem wolle man den Krieg „so weit wie möglich auf das Territorium des Aggressors“ verlagern.

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Bis nächsten Dienstag!

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