Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine - direkt aus dem Tagesspiegel-Newsroom.
Selenskyj schreibt offenen Brief an Putin, US-Repräsentantenhaus bekennt sich zu Ukraine-Hilfe. Der Nachrichtenüberblick.
Liebe Leserinnen und Leser,
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seit Russland die Ukraine angegriffen hat, mehren sich auch Meldungen von der Festnahme mutmaßlicher russischer Spione in Westeuropa. Besonders schockiert hat die Behörden ein Fall im niederländischen Den Haag im vergangenen Jahr. Damals wurden zwei 17-Jährige festgenommen, die für Moskau Daten abgefangen haben sollen. Dass Jugendliche für solche Tätigkeiten rekrutiert werden, ist kein Einzelfall, zeigt die „Financial Times“ nun auf (Quelle hier).
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In dem Artikel geht es um das Anwerben jugendlicher Spione sowohl durch Russland als auch durch den Iran. Demnach vermuteten Geheimdienstexperten, dass Teheran seine Aktionen nach russischem Vorbild angehe. Und Russland habe diese Taktik bereits mehrfach in der Ukraine selbst erprobt. Ukrainische Geheimdienstmitarbeiter berichteten der Zeitung, dass 21 Prozent derjenigen, die 2025 wegen Zusammenarbeit mit Russland festgenommen wurden, Teenager waren.
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Rekrutierer sprechen Jugendliche in der Regel über Online-Netzwerke wie Snapchat, Telegram, TikTok oder Spiele-Plattformen an. Oft lassen die Anwerber zunächst kleinere Sabotage-Aktionen ausführen – und steigern das Ausmaß anschließend schrittweise. Als Gegenleistung zahlen sie Geld – oft in Form von Kryptowährungen.
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Die jüngsten Ukrainer, die von Moskau rekrutiert wurden, waren demnach gerade einmal elf Jahre alt: Sie hatten den Auftrag, Autos und Stromkästen anzuzünden. Aber es sind auch Fälle aus den an die Ukraine angrenzenden Ländern bekannt, weshalb der ukrainische Geheimdienst SBU davon ausgeht, dass Moskau seine Rekrutierungsmaßnahmen auch außerhalb der Ukraine verstärkt.
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So seien etwa in Lettland Jugendliche erwischt worden, die pro-russische Propagandaflyer verteilten und Autos und Gebäude der ukrainischen Diaspora angriffen. In Litauen wiederum soll ein 17-jähriger Ukrainer im Auftrag Moskaus ein Ikea-Geschäft angezündet haben.
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Die wichtigsten Nachrichten des Tages
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Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Hier zu sehen sind die freigelassenen Ukrainer.
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In einem offenen Brief an Russlands Machthaber Wladimir Putin schlägt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj direkte Friedensgespräche vor – und stichelt gleichzeitig gegen den Kremlchef. Mehr dazu hier. |
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Das US-Repräsentantenhaus hat ein umfangreiches Paket zu Ukraine-Hilfen sowie Sanktionen gegen Russland gebilligt und sich zugleich klar zum Nato-Bündnis bekannt. Die Parlamentskammer stimmte mithilfe von fast 20 Stimmen der Republikaner von Präsident Donald Trump mehrheitlich für das Gesetz. Mehr dazu hier. |
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Während einer Podiumsdiskussion bei Wladimir Putins Wirtschaftsforum in St. Petersburg wird der Ukraine-Krieg mit so gut wie keinem Wort erwähnt. Stattdessen schimpfen AfD-Politiker auf deutsche Medien, Westeuropa und Grüne. Mehr hier. |
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Im Hafen der rumänischen Schwarzmeerstadt Konstanza ist eine Seedrohne explodiert. Durch die Detonation sei niemand zu Schaden gekommen, hieß es. Es handelte sich um eine ukrainische Drohne. Diese sei durch „elektronische Kampfsysteme“ Russlands gestört worden, teilte die ukrainische Marine auf Facebook mit. Mehr im Newsblog. |
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Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 185 Gefangene übergeben worden, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA. |
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Die Bundesregierung begrüßt den Brief des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an den russischen Staatschef Wladimir Putin. Es brauche jetzt aufseiten Russlands eine „ernsthafte Bereitschaft“, Verhandlungen über einen Frieden aufzunehmen, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. |
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Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Drohnen fünf Schiffe in den Häfen von Mariupol und Berdjansk sowie in Küstengewässern der von Russland besetzten Gebiete angegriffen. Der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, teilte auf Telegram mit, es handele sich um Trockenfrachtschiffe und einen Tanker. |
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Russische Truppen nutzen im Raum Pokrowsk nach Angaben des ukrainischen Militärs immer häufiger improvisierte Abschussvorrichtungen für einzelne Raketen anstelle regulärer Artilleriesysteme. Nach Einschätzung eines ukrainischen Militärsprechers könnte dies auf Probleme bei der Verfügbarkeit von Artilleriesystemen in diesem Frontabschnitt hindeuten. |
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Bei einem russischen Drohnenangriff im Bezirk Browary in der Region Kyjiw sind am Freitag mindestens vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Region Kyjiw, Mykola Kalaschnyk, auf seinem offiziellen Telegram-Kanal mit. |
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Die ukrainische Marine hat eigenen Angaben zufolge ein russisches Schiff in der Straße von Kertsch angegriffen, das zur Sicherung des Bereichs rund um die Krim-Brücke eingesetzt worden sein soll. Das teilte der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, im Fernsehsender „My-Ukrajina“ mit. |
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Eine von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ausgehandelte Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine in der Nähe des AKW Saporischschja ist in Kraft getreten. Dies ebne den Weg für dringend notwendige Reparaturen an der Stromleitung zum AKW, teilt die IAEA mit. |
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Außenminister Johann Wadephul ruft den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit eindringlichen Worten zu Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine auf – unter Beteiligung der Europäer. „Es ist jetzt an der Zeit, an den Verhandlungstisch zu kommen“, appellierte der CDU-Politiker an Putin. |
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Vor 30 Jahren übergab die Ukraine den letzten Atomsprengkopf an Moskau. Heute droht der Kreml regelmäßig mit dem Einsatz nuklearer Waffen. Was dahintersteckt, analysiert Hans M. Kristensen, Experte für Nuklearpolitik.
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Es war bekannt, dass die US-Regierung ihren Plan geändert hat, Tomahawk in Deutschland zu stationieren. Einem neuen Medienbericht nach steht auch die Sorge dahinter, Putin zu reizen.
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