Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine – direkt aus dem Ressort Internationales.
+ Krim-Bewohner zwischen Schönfärberei und Stillstand + Tote nach russischen Angriffen an mehreren Orten der Ukraine + Ukrainer geben massenhaft polnische Orden zurück
Liebe Leserinnen und Leser,
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wer auf Instagram nach dem Schlagwort „Krim“ auf Russisch sucht, stößt heute auf zwei Arten von Videos:
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Volle Strände, Urlauber baden im Schwarzen Meer, an Strandpromenaden tummeln sich Fußgänger, machen Selfies und schlecken ein Eis. Die Botschaft: Hier ist alles ganz normal, wir machen weiter Urlaub auf der Krim.
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Und dann gibt es Videos wie das eines krimtatarischen Bloggers, aufgenommen am Sonntagnachmittag: Er richtet seine Handykamera auf eine beinahe leere Landstraße, die von der Stadt Simferopol an die südliche Küste und besonders beliebte Urlaubsorte wie Aluschta führt.
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Der Chef der Besatzungsbehörden auf der Krim, Sergej Aksjonow, hatte am Sonntag in einem Video einen Verkaufsstopp für Treibstoff auf der Halbinsel verkündet. Er rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren.
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Den Grund für die Benzinkrise erwähnte er nicht: Die Ukraine attackiert mit Mittel- und Langstreckendrohnen russische Ölraffinerien, aber auch Treibstofflaster auf der Krim. Am Sonntag hatten die ukrainischen Streitkräfte zudem beide Seiten der Krimbrücke angegriffen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, es seien ein Öldepot in Kertsch und Transportinfrastruktur für Öl getroffen worden. Er bezeichnete die Angriffe am Sonntag als „Langstreckenstärke“, die „für den Frieden“ wirke.
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Die Strategie dahinter: die Krim vom restlichen russisch kontrollierten Gebiet zu isolieren. Oder wie der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fjodorow neulich sagte: „Die Halbinsel wird zur Insel werden.“
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Die 5 wichtigsten Nachrichten des Tages
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Feuerwehrleute löschen einen Brand nach russischem Beschuss in der nordukrainischen Region Sumy.
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Tote nach russischen Angriffen an mehreren Orten der Ukraine. Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens fünf Menschen getötet worden. In der Gemeinde Snob-Nowhorodske im nordostukrainischen Gebiet Sumy habe ein Drohnenangriff das Haus einer kinderreichen Familie getroffen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurde eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. |
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Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff. In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden. „Derzeit ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt“, schrieb Woroneschs Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Er räumte Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. |
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Ukraine meldet Angriff auf russisches Satelliten-Zentrum bei Moskau. Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Satellitenkommunikationszentrum in Dubna angegriffen. Bei dem Angriff auf die Anlage in der Region Moskau sei starke Rauchentwicklung beobachtet worden, teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Montag mit. Das genaue Ausmaß der Schäden werde derzeit noch ermittelt. |
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Die Ukraine will entscheiden, wer Europa bei möglichen Verhandlungen mit Russland vertritt. Die europäische Seite werde das Format prüfen und mehrere Optionen vorschlagen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Sonntagabend veröffentlichten Interview mit ukrainischen Medien. |
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Teile der Krim nach Drohnenangriffen ohne Strom. Nach den jüngsten Drohnenangriffen kommt es auf der von Russland besetzten Krim zu Problemen bei der Stromversorgung. Die Behörden der Halbinsel haben deshalb Einschränkungen beim Stromverbrauch eingeführt, teilte der Energieversorger „Krymenerhoinform“ bei Telegram mit. „Aufgrund von Störungen an Anlagen des Stromnetzes der Republik Krim werden in den Regionen der Halbinsel Verbrauchsbeschränkungen für elektrische Energie eingeführt. |
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Polen und die Ukraine stehen im Krieg gegen Russland Seite an Seite. Doch ein Streit über die Rolle der UPA im Zweiten Weltkrieg sorgt für eine diplomatische Eskalation. Warum die Erinnerung die Nachbarn entzweit.
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Bereits in den vergangenen Monaten hatte Moskau einige Maßnahmen umgesetzt, um das immense Haushaltsloch zu stopfen. Nun drohen offenbar schon wieder neue Schulden.
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Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Abend.
Wir lesen uns, wenn Sie mögen, am Mittwoch wieder – bis dahin!
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