Ein Newsletter zum Krieg in der Ukraine - direkt aus dem Ressort Internationales.
+ Der 17-Jährige, der vom Kreml sanktioniert wurde, im Interview + USA wollen Jets und Kriegsschiffe für Nato-Einsätze reduzieren + Witalyj traf ein Granatensplitter ins Gesicht +
Liebe Leserinnen und Leser,
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erinnern Sie sich noch, was Sie mit 17 so gemacht haben? Wir feierten Hauspartys bei dieser einen Freundin, die im Gegensatz zu uns oft sturmfrei hatte. Ich spielte gern Gitarre, ging ins Fitnessstudio und lernte fürs bayerische Abi. Soweit, so gewöhnlich.
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Doch dann gibt es 17-Jährige wie Alexander Browder. Der Schüler aus London spürte eineinhalb Jahre lang fast jeden Abend und jedes Wochenende Kriminellen nach. Solchen, die mit Kryptowährungen Geld waschen. „Das war meine Leidenschaft“, sagte er mir am Telefon.
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Über die Wochen und Monate der Recherche stieß er immer wieder auf einen kryptischen Namen: A7A5. „Es war ungeheuerlich“, sagte mir Alexander. Die Abkürzung steht für eine russische Kryptowährung. Eine sogenannte Stablecoin, deren Wert an den russischen Rubel gekoppelt ist.
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Russland soll A7A5 genutzt haben, um westliche Sanktionen zu umgehen. Also verfasste Alexander einen Bericht mit seinen Erkenntnissen, der von einem liberal-konservativen Thinktank veröffentlicht wurde.
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Vor zehn Tagen, an einem Dienstag, ging Alexander wie gewohnt zur High School. Im Wirtschaftsunterricht klappte er seinen Laptop auf und klickte auf eine Schlagzeile über russische Sanktionen. Darin las er seinen Namen. Er hob die Hand und sagte zu seiner Lehrerin: „Ich wurde gerade sanktioniert.“
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Mein ganzes Interview mit Alexander – dessen Vater Bill Browder für Kremlchef Wladimir Putin übrigens kein Unbekannter ist – lesen Sie hier. 
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Die wichtigsten Nachrichten des Tages
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Kriegsschiff der USA vor der Küste von Venezuela. (Symbolbild)
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USA wollen Jets und Kriegsschiffe für Nato-Einsätze reduzieren. Die USA planen einem Zeitungsbericht zufolge, die Zahl der Flugzeuge und Kriegsschiffe, die sie für Nato-Einsätze in Europa zur Verfügung stellen, um ein Drittel zu reduzieren. Dies berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf zwei hochrangige europäische Insider. Die Nato und das US-Verteidigungsministerium reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. |
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Eine Tote und mehrere Verletzte bei russischen Angriffen im Osten und Süden der Ukraine. In der nordöstlichen Oblast Sumy tötete ein russischer Luftangriff eine 44-jährige Frau, eine 33-Jährige wurde schwer verletzt. Das teilte der dortige Gouverneur Oleh Hryhorow mit. In der südukrainischen Stadt Mykolajiw wurden den örtlichen Behörden zufolge drei weitere Menschen verletzt. |
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Zahl der Verletzten in russischer Grenzregion steigt. Bei ukrainischen Angriffen auf die russische Grenzregion Brjansk ist die Zahl der Verletzten nach Angaben der örtlichen Behörden auf zehn gestiegen. Unter den Verletzten sei auch ein fünfjähriger Junge, teilte der amtierende Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit. Zwei Menschen waren bei dem Angriff ums Leben gekommen. |
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Ukraine greift offenbar russische Industrieanlagen an. Ukrainische Drohnen sollen über Nacht mehrere Anlagen zur Verarbeitung von Kautschuk im russischen Hinterland angegriffen haben. Das berichtet „Kyiv Independent“ unter Berufung auf Open-Source-Videos, die die Schäden an den Anlagen zeigen. Dem Bericht zufolge soll es sich bei den betroffenen Einrichtungen um das Chemiewerk „Togliatti Kauchuk“ in der russischen Region Samara sowie um eine Anlage in Nischnekamsk in der Republik Tatarstan handeln. |
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„Ich habe mich selbst nicht mehr erkannt.“
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Das sagte Witalyj Jakowets nach seiner OP. Der ukrainische Soldat war im Einsatz von einem Granatensplitter ins Gesicht getroffen worden. So erzählte er es dem „Kyiv Independent“. Journalist:innen des englischsprachigen ukrainischen Mediums – darunter Asami Terajima, eine junge Kollegin, die ich einmal in Berlin kennenlernen durfte und sehr schätze – haben mehrere Schicksale wie das von Jakowets recherchiert. Sie waren nah an den Verwundeten dran, während der OP, am Tag danach... Eine beeindruckende Geschichte, für die es sich lohnt, sich am Wochenende etwas Zeit zu nehmen.
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Beim Besuch des ukrainischen Botschafters Oleksii Makeiev im Brandenburger Landtag bekräftigen SPD und CDU ihre Unterstützung für die Ukraine. Die AfD nahm den Auftritt des Botschafters teilnahmslos hin.
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Der slowakische Regierungschef Robert Fico beunruhigt viele in Brüssel. Doch die EU hat aus ihrer Zeit mit dem ungarischen Störenfried Viktor Orbán gelernt – und will frühzeitig eingreifen.
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Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Wir lesen uns am Montag wieder!
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