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+ Russland erwägt Schutz der Schattenflotte durch Kriegsschiffe + Friedensgespräche auf Eis + Blogger nach Putin-Kritik in Psychiatrie +

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Merz kritisiert Orbans Kredit-Blockade scharf + Fridensgespräche liegen offenbar auf Eis + Russischer Blogger nach Putin-Kritik in Psychiatrie +

Liebe Leserinnen und Leser,

Russlands Schattenflotte hält die russischen Energieexporte trotz westlicher Sanktionen seit dem Einmarsch in die Ukraine am Laufen. Das Netz aus meist alten Tankern und Frachtern fährt oft unter fremden Flaggen, verschleiert Eigentümer und bringt russisches Öl und Gas weiter auf den Weltmarkt. Nun deutet sich an, dass Moskau diese Flotte nicht mehr nur verstecken, sondern stärker absichern will.

Nikolai Patruschew, ein enger Vertrauter des russischen Präsidenten Waldimir Putin und Vorsitzender des russischen „Marinekollegiums", sagte in einem Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant", dass Russland prüfe, diese Schiffe mit „mobilen Feuergruppen" sowie spezieller Schutztechnik auszustatten und sie zusätzlich durch Kriegsschiffe begleiten zu lassen.

Hintergrund sind mehrere Angriffe auf Schiffe der Schattenflotte in den vergangenen Monaten. Der jüngste betraf den Flüssiggas-Tanker „Arctic Metagaz". Der nach Explosionen schwer beschädigte LNG-Tanker treibt seit Anfang März führerlos durchs Mittelmeer; Moskau macht die Ukraine für den Angriff verantwortlich.

Zu den Vorwürfen hat sich die Ukraine bislang noch nicht geäußert, im Dezember hatte Kiew jedoch einen Angriff auf den Öltanker „Qendil" im Mittelmeer für sich reklamiert; weitere bestätigte Attacken ereigneten sich vor allem im Schwarzen Meer, wo ukrainische Seedrohnen wiederholt auch russische Kriegsschiffe trafen.

Patruschew kündigte im Interview zudem schärfere Kontrollen in russischen Häfen an und drohte europäischen Staaten mit Gegenmaßnahmen, falls sie weiter gegen solche Schiffe vorgehen. Moskau will die Schattenflotte damit nicht nur besser schützen, sondern auch enger an den Staat binden.

Aus einem bisher verdeckt organisierten Netz zur Umgehung von Sanktionen könnte also schrittweise eine staatlich abgesicherte Transportstruktur werden.

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CORRECTION / TOPSHOT - This aerial photo taken on March 15, 2026 shows the wreck of Russian liquified natural gas (LNG) carrier Arctic Metagaz, which is adrift between Malta and Lampedusa. The vessel, which was hit by "sudden explosions followed by a massive fire" according to Libyan port authority, was sanctioned by the United States and the European Union for being one of Russia's so-called "shadow fleet" of ageing tankers that carry its oil and gas around the world, skirting Western restrictions. Russian President Vladimir Putin accused Kyiv of having carried out a "terrorist attack" on the Arctic Metagaz. All 30 crew members were rescued, Moscow said. (Photo by Miguela XUEREB / Newsbook Malta / AFP) /

Der abgebrannte und verlassene russische LNG-Tanket „Arctic Metagaz" treibt seit Anfang März im Mittelmeer.

DIE WICHTIGSTEN NACHRICHTEN DES TAGES

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht zwar von einer Fortsetzung der Gespräche mit den USA ab Samstag. Doch eine Dreier-Runde mit Russland hat sich wohl vorerst erledigt. Moskau sieht offenbar keine Notwendigkeit. Mehr dazu hier.
Nach der abrupten Kehrtwende des Kreml-Propagandisten Ilja Remeslo ist dieser in eine psychiatrische Klinik in Sankt Petersburg eingeliefert worden. Das berichtete unter anderem das russische Internetportal Fontanka. Mehr dazu hier.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die anhaltende Blockade milliardenschwerer Ukraine-Hilfen durch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als „Akt grober Illoyalität" kritisiert. Mehr dazu in unserem Newsblog.
Die französische Marine hat im westlichen Mittelmeer ein Schiff der russischen Schattenflotte festgesetzt. Dabei handelt es sich um den Tanker „Deyna", wie Präsident Emmanuel Macron am Freitag auf X mitteilte.
Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Anfang 2026 ihre Taktik bei Drohnenangriffen angepasst und erhöhen damit den Druck auf russische Truppen auf mehreren Ebenen. Zu diesem Schluss kommt der US-Thinktank „Institute for the Study of War".
Die Bundesregierung vereinfacht die Ausfuhr von bestimmten Rüstungsgütern zur Luft- und Seeverteidigung an die Golfstaaten und die Ukraine. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. 
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei unter ausländischer Flagge fahrende Handelsschiffe beschädigt worden.
Die US-Regierung hat die vergangene Woche bekanntgegebene Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland eingeschränkt. Die Aufhebung der Handelsbeschränkungen gelte nicht für russische Öllieferungen an Kuba oder Nordkorea sowie für Lieferungen an einige von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine.

HINTERGRUND UND ANALYSE

Russia's President Vladimir Putin delivers a speech during a ceremony to award members of the Russian Paralympic team, who took part in the 2026 Winter Paralympics in Italy, at the Kremlin in Moscow, Russia, March 19, 2026. Sputnik/Vyacheslav Prokofyev/Pool via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.
Durch die Eskalation in Nahost steigt der Ölpreis. Einem Bericht zufolge darf der russische Machthaber erheblich mehr Geld einkalkulieren. Mittel, die er für seine Invasion in der Ukraine dringend benötigt.
A staff member makes coffee in the Zaboy clothing and coffee shop, amid Russia's attack on Ukraine, in the frontline city of Kramatorsk, Ukraine September 10, 2025. REUTERS/Thomas Peter
Durch den Krieg wurden in der Ukraine viele große Unternehmen zerstört. In den Frontstädten entwickelt sich nun ein anderes Modell: kleine Dienstleistungsunternehmen, die die Städte am Leben halten.

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