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+ Moskau: Regierung ließ Netz abschalten + Ukrainische Drohne verirrt sich in Nato-Luftraum + Hunderttausende in Belgorod ohne Strom +

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Verirrte ukrainische Drohnen dringen in Nato-Luftraum ein, Hunderttausende in russischem Belgorod ohne Strom, Ungarn will Gaslieferungen an Ukraine aussetzen. Der Nachrichtenüberblick.

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Wochen müssen viele Menschen in Moskau weitgehend ohne mobiles Internet auskommen. Navigation, Taxi, Liefer-Apps und Messenger funktionierten für Millionen nur noch eingeschränkt oder gar nicht, ähnliche Störungen wurde auch in St. Petersburg gemeldet.

Russische Stellen bezeichneten die Ausfälle zunächst als Test eines neuen Systems, das im Krisenfall nur noch staatlich freigegebene Seiten erreichbar lässt; später war auch von nicht näher benannten Sicherheitsbedrohungen die Rede.

Während sich die Lage in der Hauptstadt nach Medienberichten langsam wieder stabilisiert, berichtet das unabhängige russische Medium „The Bell", die Anweisung für die Abschaltungen sei direkt aus der russischen Regierung gekommen.

Demnach soll eine technische Abteilung des Inlandsgeheimdienstes FSB den Auftrag erhalten haben, mobile Internetverbindungen in bestimmten Teilen Moskaus zu kappen. Internetanbieter bekamen Karten mit markierten Zonen, in denen das Netz abgeschaltet werden sollte. Unklar blieb dem Bericht zufolge, nach welchen Kriterien diese Gebiete ausgewählt wurden.

Mindestens zwei der betroffenen Zonen sollen mit Standorten der Luftabwehr zusammengefallen sein, andere bekannte Positionen tauchten auf den Karten jedoch nicht auf.

Für Moskau war das der erste derart weitreichende Eingriff seit Beginn des Krieges. „The Bell" hält es zudem für möglich, dass ähnliche Maßnahmen erneut in großen russischen Städten eingesetzt werden könnten.

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DIE WICHTIGSTEN NACHRICHTEN DES TAGES

FILE PHOTO: People use mobile phones while standing outside St. Basil's Cathedral in central Moscow, Russia, March 16, 2026. REUTERS/Anastasia Barashkova/File Photo

Das mobile Internet in Moskau wurde in den vergangenen Wochen immer wieder abgeschaltet - vorgeblich aus Sicherheitsgründen.

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