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+ Wie eine Bodendrohne die Russen in der Ostukraine in Schach hielt + Großbritannien sagt Ukraine Millionenhilfe für Energiesektor zu + Selenskyj widerspricht Trump +

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Großbritannien sagt Ukraine Millionenhilfe für Energiesektor zu, Selenskyj widerspricht Trump. Der Nachrichtenüberblick am Abend.

Liebe Leserinnen und Leser,

Drohnen spielen im Ukraine-Krieg eine herausragende Rolle, wie wir an dieser Stelle schon mehrfach berichtet haben. Mit dem Begriff in Verbindung gebracht werden oft unbemannte Fluggeräte, doch es gibt auch Bodendrohnen, die für die Ukraine zunehmend wichtig werden. Ein Beispiel dafür hat der britische „Telegraph" nun aufgezeigt (Quelle hier).

Demnach soll es den Soldaten an der stark umkämpften Front in der Ostukraine gelungen sein, die Russen mithilfe einer Bodendrohne 45 Tage in Schach zu halten. Der Name des unbemannten Bodenfahrzeugs: DevDroid TW 12.7. Der Roboter, der nicht größer sei als ein Aufsitzrasenmäher, sei mit einem M2-Browning-Maschinengewehr ausgestattet und werde aus einer Entfernung von rund 24 Kilometern gesteuert.

Der Roboter gehört zum Dritten Armeekorps. Der Kommandant der Einheit sagte dem „Telegraph", dass er wiederholt Angriffe der Russen abgewehrt und diese zurückgedrängt habe. Bis zum Schluss sei den feindlichen Soldaten nicht bewusst gewesen, dass sie es auf der anderen Seite nicht mit menschlichen Kämpfern, sondern mit einer Maschine zu tun gehabt hätten.

Alle zwei Tage sei die Bodendrohne zur Wartung abgezogen worden, bis sie wieder zum Einsatz kam. So habe man Stellungen sichern können, für die eigentlich drei bis sechs Soldaten erforderlich seien. Und der Mangel an Soldaten ist nach wie vor ein großes Problem aufseiten der Ukraine.

Erst kürzlich, so schreibt der „Telegraph", seien weitere Versionen des Roboters für den Einsatz an der Front zugelassen worden. „Die Nachfrage nach diesen Systemen ist hoch", sagte der Kommandant des Armeekorps der Zeitung. Denn: „Roboter bluten nicht."

Die wichtigsten Nachrichten des Tages

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ehrt gemeinsam mit tschechischen Präsidenten Petr Pawel die gefallenen ukrainischen Soldaten.

Manchmal entsteht der Eindruck, dass sich die russischen Gebietsansprüche auf den Osten der Ukraine und die Krim beschränken. Der russische Außenminister Sergej Lawrow aber will mehr – wie er vor einem weiteren russisch-amerikanischen Treffen verkündete. Mehr hier.
Die Bundespolizei ist auf der Ostsee wegen russischer Schiffe im Einsatz. Zu den laufenden Einsatzverfahren könne er sich aber aus einsatztaktischen Gründen nicht näher äußern, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Er reagierte damit auf eine Frage, ob die Bundespolizei in den vergangenen Tagen mehrfach die Durchfahrt russischer Schiffe verhindert habe. Mehr in unserem Newsblog.
Der neue ukrainische Energieminister Denys Schmyhal hat angesichts der russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur mehr Stromimporte aus dem Ausland angeordnet. Staatliche Unternehmen müssten dringend dafür sorgen, dass während der Heizperiode 2025/2026 die Menge Strom beschafft wird, die nötig ist, um mindestens 50 Prozent des Gesamtverbrauchs zu decken, erklärte er.
Die britische Regierung hat ein millionenschweres Notfallpaket zur Unterstützung der stark beschädigten Energieinfrastruktur der Ukraine angekündigt. Die Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 23 Millionen Euro) soll der Reparatur und dem Schutz der Energieversorgung zugutekommen, wie die Downing Street mitteilte.
Eine ukrainische Delegation ist nach Aussagen von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu erneuten Gesprächen über Sicherheitsgarantien auf dem Weg in die USA. Er hoffe, die entsprechenden Dokumente könnten am Rande des Weltwirtschaftsforums unterzeichnet werden, sagte er.
Der ukrainischen Abfangdrohne Sting ist es erstmals gelungen, eine russische reaktive Kamikazedrohne vom Typ Shahed („Geran") zu zerstören, die mit einer Luft-Luft-Rakete R-60 ausgerüstet war. Das berichtete das militärische Fachmedium „Militarnyi".
Seit Beginn des Krieges sind etwa 540.000 Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren legal oder illegal aus der Ukraine ausgereist, ohne zurückzukehren. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal NGL.media unter Berufung auf eine eigene Analyse der Grenzübertrittsdaten.
Russische Streitkräfte haben zu Wochenbeginn versucht, die ukrainische Staatsgrenze im Raum des Dorfes Digtjarne in der Region Charkiw zu durchbrechen. Der Angriff wurde aber von den ukrainischen Verteidigungskräften abgewehrt. Dies teilte der Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdiensts der Ukraine, Andrij Demtschenko, im ukrainischen Fernsehen mit. 
Einer aktuellen Umfrage zufolge sind 55 Prozent der Ukrainer dafür, ein landesweites Referendum über ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland durchzuführen. 32 Prozent lehnen eine solche Initiative ab, weitere 14 Prozent sind unentschlossen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Kyjiwer Internationalen Instituts für Soziologie hervor.
Das ukrainische Militär berichtet von heftigen russischen Angriffen an der Front im Osten des Landes. Der Generalstab in Kiew teilte in seinem Morgenbericht zur Lage mit, seit Donnerstagmorgen habe es 180 einzelne russische Attacken gegeben. Den ukrainischen Verteidigern sei es gelungen, 1370 russische Soldaten zu töten oder zu verwunden.
Der frühere ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sieht kurzfristig keine Aussicht auf eine Feuerpause im Krieg mit Russland. Es gebe „keine Chance auf einen Waffenstillstand vor dem Ende dieses Winters", sagt er dem Sender Welt TV. Die Chancen auf eine Feuerpause bis zum Jahresende seien zudem sehr gering. 
Die Ukraine steht Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge einem Frieden nicht im Weg. „Die Ukraine war und wird niemals ein Hindernis für den Frieden sein", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, er denke, die Ukraine sei weniger bereit für ein Abkommen als Russland.

Hintergrund und Analyse

Russia Putin Ambassadors 9087180 15.01.2026 Russian President Vladimir Putin delivers a speech during a ceremony to receive credentials from newly appointed foreign ambassadors at the Alexander Hall of the Grand Kremlin Palace in Moscow, Russia. Sergey Bobylev / Sputnik Moscow Russia PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxESTxLTUxLATxNORxSWExDENxNEDxPOLxUKxAUSxONLY Copyright: xSergeyxBobylevx
Italien und Frankreich plädieren dafür, dass die Europäer Gespräche mit dem Kremlchef wieder aufnehmen und das Feld nicht nur den USA überlassen. Großbritannien ist dagegen. Auch Putin äußert sich zu Europa.

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